F.H.B., 2025

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Die Schule der Zeit-Zeichner

Ich war viel jünger. Deine Mutter wartete im Auto am Bahnhof auf mich. Ich musste raten, wer sie war. Sie fuhr mich zum Haus deiner Cousine, wo ich dich treffen würde. Dort waren viele Leute, die alle zeichneten. Ich machte ein paar Selbstporträts, die gar nicht schlecht waren, und wollte sie mit Fixiermittel besprühen, aber ich konnte es nicht finden. Meine Zeichnungen waren gut und ich wollte sie aufbewahren. Es war so laut und unruhig, dass ich dich nicht finden konnte. Aber schließlich hatten wir eine schöne Zeit zusammen.
Dann ging ich am See spazieren, die Zeichnungen in der Hand und C. an meiner Seite. Ich war wahrscheinlich nicht mehr so jung wie zu Beginn des Traums, denn C. war so alt wie heute.
Es gibt viele diffuse Details, die ich jetzt nicht zusammenfügen kann, aber vielleicht kommen mir im Laufe des Tages einige Hinweise.
Obwohl ich dich nur kurz gesehen habe, war deine Präsenz in meinen Träumen stark und die gesamte Umgebung stand in Verbindung mit dir.

I was much younger. Your mother was waiting for me in the car, at the train station. I had to guess who she was. She would drive me to your cousin’s house where I would meet you. There was many people there, all were drawing. I did some self portraits that weren’t bad at all and I wanted to spray fixative on them but I couldn’t find it. My drawings were good and I wanted to have them save. There was so much noise and movement and I couldn’t find you. But we eventually had a good moment together.
Then I was walking by the lake, drawings in my hand and C. at my side. I was probably not as young as in the beginning of the dream as C. was as old as he is now.
There are many diffuse details that I can’t put together now but maybe some hints will come during the day.
Although I just saw you shortly, your presence in my dreams was strong and the whole environment was related to you.

D.L., 2013

„Dream 1 – from the Small Stories series“

Einer der Gründe, warum ich lieber in Schwarzweiß oder fast Schwarzweiß male, ist, dass Schatten und Dunkelheit im Bild die Gedanken dorthin lenken und träumen lassen. Farbe wirkt im Allgemeinen etwas zu real. Sie ist zu nah. Sie regt nicht zum Träumen an. Wenn alles sichtbar ist und zu viel Licht vorhanden ist, ist der Bildgegenstand das, was es ist, aber nicht mehr.

David Lynch

B.R., 2025

Nach einem Fantasy-Rollenspiel gehen zwei Geschwister nach Hause. Doch als die Jüngere hoch in das Zimmer des Älteren kommt, ist dieser zu Boden gegangen, ohne das Abenteuer geschafft zu haben. Die jüngere Schwester ist traurig und geschockt den Jungen so zu sehen. Sie betet, dass ihr Vater sie beim nächsten Mal vor schwierigen Abenteuern warnt.

After a fantasy role-playing game, two siblings go home. But when the younger one comes up to the older one’s room, he has fallen to the floor without having completed the adventure. The younger sister is sad and shocked to see the boy like this. She prays that her father will warn her about difficult adventures next time.

S.H., 2025

Ich gehe auf die Toilette und gerate plötzlich in einen Rauschzustand. Dort belausche ich heimlich ein Mädchen, mit dem ich in einer Art Konkurrenzverhältnis um den Protagonisten stehe. Sie redet schlecht über ihn.

Ich will die Toilette verlassen und spülen, doch das Wasser spritzt auf meine Jacke. Ich möchte es sauber machen, bin aber zu berauscht und überfordert. Plötzlich greift das Mädchen von unten in meine Kabine und fragt aggressiv, was los sei. Sie hämmert gegen die Tür, und ihre Bedrohung auf mich wächst.

Zunächst hält mich das Klopfen in der Realität, doch ich verliere immer mehr das Bewusstsein. In diesem schrecklichen Schlafzustand drohe ich zu versinken. Es fühlt sich befreiend an, doch ich will es nicht.

S.H., 2025

3/4 Als Protagonisten laufen wir abends herum, nah, verspielt und liebevoll. Er trägt mich huckepack, während wir an vielen Schwimmanlagen vorbeikommen. Wir wollen illegal in eines hineinspringen, sind uns aber unsicher, welches. Seine Unvernunft überrascht mich, aber ich freue dich darüber.

An einem Becken teste ich die Wassertemperatur, doch es ist mir zu kalt. Wir ziehen weiter, bis wir an das hässlichste und tiefste Becken gelangen. Er setzt mich ab und springt unerschrocken in einen gefährlich aussehenden Strudel, während andere Menschen lachen. Ich sehe, wie er tief im Wasser versinkt.

S.H.,2025

1/4: Ich erhalte eine bedeutende Handy-Nachricht, doch aus Hilflosigkeit und Nervosität schicke ich sie an jemand anderen weiter, der eine negative und oberflächliche Beurteilung trifft. Ich fühle mich gefangen in meiner Passivität. Überfordert bedecke ich meinen Kopf mit einer blumigen Tischdecke und falle in einen entlastenden ohnmächtigen Schlaf.