Anonym, 1999

Ich stehe auf einer blühenden von Bäumen umsäumten Wiese, einen Korb im Arm und sehe zur Straße hinauf. Meine roten Haare flattern im Wind, weshalb ich sie mit der Hand nach hinten streiche. Auf der Straße reiten einige Ritter zur nahen Burg, welche sich auf einem bewaldeten kleinen Berg befindet. Ich mache einen tiefen Knicks und sehe dabei auf mein grünes Kleid, wie es sich geziemt. Trotzdem wage ich es nach ein paar Sekunden aufzusehen. Die Banner der Ritter flattern im Wind, fasziniert sehe ich ihnen hinterher. Sehe mir die Banner und Motive an. Schließlich höre ich eine rabiate Stimme hinter mir. „He, Weib. träumst du? Sieh nicht so den hohen Herren hinterher! Tu was!“ Ich seufze und mache mich wieder daran die Äpfel der nahen Bäume zu pflücken und wünsche mir, dieser August anno 1258 wäre nicht so furchtbar heiß und der Priester würde mich nicht so beaufsichtigen.

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