Traumdatenbanklogo


Traumdatenbank
Künstler
Senden
Kaufen
Preise
Kontakt
Links




Traum:

der folgenden episode ging ein längerer vortraum voraus, der trotz alltäglicher (genaueres unbekannt) (allnächtlicher?,-/ allträumlicher - - wie sagt man da??) begebenheiten von einer unheilschwangeren atmosphäre gezeichnet war. irgendwas hing in der luft. die episode setzt ein, als ich - anfänglich wohl noch in begleitung von unbekannten - ein leeres, düsteres, kahles parkhaus betrat. daß da noch jemand war, schließe ich daraus, daß ich noch zu jemandem sagte, ich ginge nun zur u-bahn (genauer wortlaut leider entfallen). und tatsächlich war das parkhaus zugleich eine art fußgängerunterführung, du weißt schon, wie man sie in allen großen städten findet und nachts gerne macht, daß man sie hinter sich läßt; so mit graffities und nach pisse stinken und so. ich sagte auch noch was, daß es hier sehr dunkel sei (es wurde immer dunkler), ich suchte - jetzt noch parkhaus - nach einem lichtschalter, konnte aber keinen finden (überlegte, glaube ich, ob parkhäuser überhaupt lichtschalter haben). als es immer finsterer wurde und das gefühl einer bedrohung stärker anwuchs ließ ich ab und begab mich zu besagter 'u-bahn', beinahe tastend. der übergang zwischen parkhaus und unterführung war fließend, ebenso wie gefühlsmäßig u-bahn und unterführung verschmolzen waren. schon ging ich auf eine rolltreppe zu, die gewissermaßen das licht am ende des tunnels bedeutete (es war kohlrabenschwarz um mich herum, von schräg oben strahlte licht herein, wie in herbsttagen durch wolken und beleuchtete den oberen teil der rolltreppe). da kam von links unvermutet eine junge frau daher, anfang / mitte zwanzig, keine barbie, alltagsgesicht, aber gerade daher nicht unhübsch (wenn auch nicht das, was ich als 'meinen typ' bezeichnen würde) die haare hatte sie nach oben gesteckt, mittelblond. der witz ist, ich wußte genau wie sie aussieht, obwohl es so stockduster war, daß ich sie unmöglich hätte sehen können, auch spürte ich sie zunächst mehr, als daß ich sie sah. das schreckliche: ich wußte: wenn sie mich umarmt (küßt?) werde ich auf der stelle sterben. angst! sie kam auf mich zu, mit einer solchen vertrautheit, selbstverständlichkeit, beinahe unbeteiligt. wir mußten uns anscheinend so vertraut sein, daß sie nicht einmal grüßen mußte, verstehst Du, unbekümmert, ohne regung auf ihrem gesicht (die man ja immer hat, wenn man menschen begegnet) trat sie zu mir, schnitten sich unsere wege und mit derselben vertrautheit, als sei es das normalste von der welt, legte sie im weitergehen ihren rechten arm um mich. angst und sterbensgewißheit.
- ich habe äußerst, äußerst selten alpträume, doch in solchen träumen merke ich immer, daß ich träume. d. h. ich springe dann in so eine art wachtraum, der traum läuft weiter, die angst bleibt, und doch weiß ich daß ich träume, bringe den verstand mit ein. dies, weil ich ab jetzt nicht mehr weiß, inwieweit das traumgeschehen mitgesteuert ist, und was 'echt' gewesen wäre.
wir fuhren gemeinsam umschlungen die rolltreppe hinauf und wurden oben von irgendwelchen typen empfangen, die mit dem messer auf mich einstachen.
Da ich alpträume bewußt als solche erlebe, weiß ich stets, daß ich irgendein körperteil bewegen muß, egal was und sei's nur ein zeh, damit ich aufwachen kann.
Das gestaltet sich aber jedesmal sehr schwierig (erfordert totale konzentration), da die motorik ja noch 'schläft'. habe ich die aktiviert, wacht der geist gewissermaßen mit auf. dies gelang mir nun endlich (es war der ringfinger). zuvor habe ich miese ratte aber noch die frau zwischen das messer und mich gerissen, was aber bereits halbbewußt geschah (um so schlimmer).
völlig verstört stand ich auf, nach einem zweiten schlaf, in dem der traum in allerdings nicht erwähnenswerter weise weiterlebte. der clou: ich schalte das radio ein, wdr3, kommt morgens immer so 'ne kirchensendung, in der regel betroffen bis zum kaum aushalten, und was erzählt mir der pfarrer an diesem morgen?: er erzählt das märchen von dem typen, der mit dem tod einen deal gemacht hat, daß selbiger ihm ein zeichen gibt, bevor er ihn holt. es kommt aber nix, meint er, und lebt sich sorglos einen ab, bis eines schönen tages der schnitter dasteht. auf die proteste des typen hin meint er: tausende von zeichen hätte er gegeben: krankheiten, bekanntmachen von fremden todesfällen und ich weiß nicht mehr was, jedenfalls hätte er immer wieder auf sich aufmerksam gemacht, alle proteste seien unbegründet, und er (der typ) habe jetzt mitzukommen, unvorbereitet eben. seine schuld.

memento mori! - gedenke deines todes! schaurig schaurig.

Bild zum Traum
TräumerIn: Joachim Langer



Alpträume in schöne Träume verwandeln!